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„Der Millionensassa“ – TV-Doku mit BMW-Support

by cctv_editor

Auf den Wirtschaftsseiten der Zeitungen war sein Name ebenso präsent wie in der Klatschpresse: Camillo Castiglioni. Als Finanzier und Großaktionär wurde der Österreicher mit italienischen Wurzeln bereits in den Anfangsjahren von BMW zu einer prägenden Figur. Er war maßgeblich am Aufstieg des Unternehmens beteiligt und sorgte dann für einen der größten Finanzskandale der damaligen Zeit. Jetzt lieferte das schillernde Leben und Wirken des Investors und Lebemanns den Stoff für die Produktion „Der Millionensassa“. Die vom BR Fernsehen und dem Österreichischen Rundfunk (ORF) produzierte Dokumentation zeigt, warum Castiglioni bis heute vor allem als „Finanzjongleur“ und „Spekulant“ in Erinnerung geblieben ist. Der Film, der 14. Januar 2020, um 22.30 Uhr im BR Fernsehen ausgestrahlt wurde (und hier in der BR-Mediathek zu sehen ist), entstand mit Unterstützung der BMW Group, die den Filmemachern wichtige Einblicke in das Archiv des Unternehmens und Dreharbeiten an Münchner Originalschauplätzen ermöglichte.

Den Filmemachern gelang ein fesselnder Wirtschaftskrimi mit authentischen Darstellungen aus dem frühen 20. Jahrhundert und einer ebenso faszinierenden Hauptfigur. Camillo Castiglioni galt schon früh als geschickter, aber auch skrupelloser Geschäftsmann. Ausgeprägt war nicht nur sein Gespür für technologische Entwicklungen, mit denen sich „das große Geld“ machen ließ, sondern auch seine Bereitschaft, zum Zwecke der Gewinnmaximierung auch unlautere Mittel einzusetzen. Als 1918 die Bayerische Motoren Werke GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, war Castiglioni einer der ersten Investoren. Zwar stieß er seine Anteile ein Jahr später wieder ab, doch schon bald darauf trug Castiglioni entscheidend zum Neuanfang des Unternehmens bei. Als Aufsichtsratschef nutzte er nun seine internationalen Kontakte, um Großaufträge für den Bau von Flugmotoren abzuschließen. Auch der Kauf der Eisenacher Fahrzeugwerke, mit dem BMW 1929 zum Automobilproduzenten wurde, wurde unter seiner Regie eingefädelt. Doch noch im gleichen Jahr beendete die „Affäre Castiglioni“ sein Wirken in dem Unternehmen. Zuvor war herausgekommen, dass der Großaktionär und Chefaufseher von BMW beim Verkauf von Flugmotoren ins Ausland jahrelang „Provisionen“ kassiert und so gleich doppelt am Erfolg von BMW verdient hatte.

Mithilfe von zahlreichen Dokumenten aus dem BMW Group Archiv konnten die Filmemacher die Karriere und den Lebensweg Camillo Castiglionis detailliert nachzeichnen. Zur authentischen Darstellung trugen außerdem historische Fotos und Filmaufnahmen bei. Darüber hinaus wurde ein Interview im BMW Museum in München geführt und Filmszenen vor dem Torhaus auf dem Gelände der BMW Group Classic an der Moosacher Straße gedreht. Auf diese Weise wurden Aufnahmen an Originalschauplätzen ermöglicht, denn neben der 1918 errichteten Produktionshalle, die heute unter anderem die Fahrzeugsammlung der BMW Group Classic beherbergt, gehört auch das denkmalgeschützte Torhaus zu dem historischen Gebäudeensemble aus der Frühzeit des Unternehmens.

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