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3D-Druck Reproduktion einer Radioblende

by cctv_admin

Immer wieder kommt es bei Oldtimern dazu, dass Ersatzteile nicht mehr zu erhalten sind, oder wenn es sie gibt, sind sie eventuell ebenso defekt wie das ursprüngliche Teil. Hier kann ein 3D-Druck Abhilfe schaffen.  Wir haben in diesem Fall eine Radioblende aus einem BMW 02 als Beispiel ausgesucht. An der Radioblende sind die Halteclips gebrochen und die Sonne hat die Blende verzogen.

Im ersten Schritt wurde die Radioblende in einem 3D Programm rekonstruiert. Genaue Vermaßungen sind hier eine gute Grundlage, eventuell sogar ein 3D-Scan des Ersatzteils, um die Maße genau zu erfassen. Um die Radioblende in dem Druckraum des vorhandenen Druckers erstellen zu können, muss die Blende in mehreren Teilen konstruiert werden.

Ein spezielles Druckerspezifisches Programm wandelt die ausgegebene STL-Datei in eine Druckerdatei um. Ein wesentlicher Faktor ist allerdings auch das Filament, mit dem die Blende ausgedruckt wird. Da die Blende im Sommer auch der Hitze durch die Sonne ausgesetzt ist, kann sie nicht in einfachem PLA ausgedruckt werden, da PLA bereits bei niedrigen warmen Temperaturen weich wird und sich stark verzieht. ABS ist zwar härter, kann aber bei Temperaturschwankungen platzen. Ein weiterer Test mit Carbon durchsetztem Nylon zeigte sich schwierig beim Drucken, da die Teile zu filigran sind. Wir haben in diesem Fall ein Filament der Firma BASF namens Ultrafuse ABS-Fusion+ gewählt. Das Material ist Wärme beständig und hält die Form sehr gut.

Der Druck dauert einige Stunden, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es entsteht eine perfekt rekonstruierte Radioblende, die sicherlich die nächsten Jahrzehnte das Auto begleitet.

Haben Sie auch ein solches Ersatzteil, dass nur schwer zu erhalten ist, wenden Sie sich gerne an uns.

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