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Schrottplatz als Kunstobjekt

by cctv_editor

Man nehme: Einen Schrottplatz mit 144 Autowracks, ein bisschen Farbe – und fertig ist das Kunstobjekt! Solara heißt die Installation, die ser französische Künstler Zoer und die französische Region Nouvelle Aquitaine auf dem ältesten Schrottplatz Frankreichs ins Leben gerufen haben. Zoer pinselte die Wracks in verschiedenen Farben an und malte den zugehörigen Farbcode auf die Autos. Zoers Ziel: Die Modelle wiederzubeleben und auf die Bedeutung der Erhaltung von Autowracks als Form des industriellen und ökologischen Erbes aufmerksam zu machen.

Der Name Solara ist eine Hommage auf das letzte vom französischen Hersteller Talbot hergestellte Auto. Der Talbot Solara, dessen Produktion 1981 eingestellt wurde, gehört zu den 144 Autos, die der Künstler auf dem Schrottplatz lackiert hat. Der Name Solara passt auch zur Solarisation, den Prozess, bei dem die Sonne nach einer langen Zeit die Farbe von Materialien verändert. Die meisten Autos auf dem Schrottplatz erlebten dieses Phänomen schon bevor Zoer ihre Außenseiten neu lackierte.

Jedes Auto, aus dem Solara besteht, ist sorgfältig mit verschiedenen sechseckigen Codes nummeriert, um die Farbe jedes einzelnen Autos in Zoers größerem benutzerdefinierten Farbkartensystem darzustellen. Bei der Betrachtung im Einzelnen ist jedes Auto ein Kunstwerk für sich. Betrachtet man es jedoch aus einer anderen Perspektive, sieht man, dass jedes Fahrzeug nur ein Pixel in einer größeren Komposition ist.

Durch das Auftragen einer neuen Farbschicht auf jedes der Autos hofft der Künstler, die Autowracks vor der Zerstörung zu bewahren und ihnen stattdessen eine neue Identität zu verleihen. Neben der ästhetischen Überarbeitung erstellte der Künstler auch eine Crowdfunding-Seite, um das Gelände des Schrottplatzes zu unterstützen.

https://www.kisskissbankbank.com/en/projects/solara-by-zoer/tabs/description

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